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Storytelling in der Fotografie – Wie ihr mit euren Fotos Geschichten erzählt

Storytelling in der Familienfotografie

Das Familienleben schreibt täglich kleinere und größere Geschichten, die fotografisch festgehalten werden wollen. In der Theorie der Familienfotografie gibt es viele Tipps zum Storytelling die euch dabei helfen können. Denn erst durch die Kombination von verschiedenen Fotos gelingt es euch die Story eindrucksvoll zu vermitteln. Wir haben euch diese verschiedenen Arten von Fotos aufgegliedert, damit auch ihr zukünftig mit euren Fotos fantastische Geschichten erzählen könnt.

 

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Location

Ein erstes Foto vom Ort des Geschehens sollte die Szene als Ganzes zeigen und den Betrachter in die Geschichte einführen. Idealerweise kann das Foto dabei erste Antworten auf die Fragen „Wer?“, „Wo?“, „Wann?“ und „Was?“ liefern. Spielt sich die Story am Strand ab oder im Park? Ist es gerade Winter oder Frühling? Wer ist noch da?

 

Storytelling in der Familienfotografie

Portrait

Das Portrait verdeutlicht noch einmal, wer im Mittelpunkt der Story steht. Das kann natürlich eine Person oder eine Gruppe von Personen sein. Eine schöne Portraitaufnahme vom Kind zeigt wie groß das Kind schon wieder geworden ist.

 

Storytelling in der Familienfotografie

Action

Was passiert in der Geschichte? Wird gebacken, gespielt oder gelesen? Die Action fotografisch festzuhalten ist manchmal nicht so einfach. Hier hilft es einfach die Verschlusszeit anzupassen und viele Reihenaufnahmen zu machen. Dann ist bestimmt ein Volltreffer dabei.

 

Storytelling in der Familienfotografie

Emotionen

Die Foto-Story wird auch in zehn Jahren beim Betrachten der Bilder Gefühle in uns wecken, wenn es uns gelingt die Emotionen des Augenblicks einzufangen. Diese finden wir meist als Ausdruck auf dem Gesicht des Kindes. Ist es ein ausladendes Lachen? Ein tiefes Weinen? Oder ein unbändiges Staunen? Diese Emotionen erleben wir meist auf dem Höhepunkt einer Aktivität. Aber auch die Verbindung zwischen Personen kann wundervolle Emotionen entstehen lassen.

 

Storytelling Fotografie Detailfotos

Details

Eine Nahaufnahme von einem kleineren Element der Geschichte vervollständigt die Foto-Story. Denn diese Close-ups lassen uns innehalten und auf die kleinen Dinge im Leben schauen. An welche Details werdet ihr euch später erinnern, wenn ihr an den Moment denkt? Wie das geschmolzene Eis an den Händen eurer Kinder runterlief? Oder sie am Strand ihre kleinen Füße ganz tief in den Sand vergruben? Ein Foto von diesem Detail wird auch später noch ein Lächeln auf eure Lippen zaubern, wenn ihr an die Zeit zurückdenkt. Geht für die Detailaufnahme ganz nah ran und füllt das Foto komplett aus.

 

Um mit euren Fotos Storytelling zu betreiben, müsst ihr nicht auf einen besonderen Tag oder den nächsten Urlaub warten. Der Alltag mit Kindern entwirft jeden Tag ganz wunderbare Geschichten, die in Fotos festgehalten werden wollen.

Denn wie heißt es so schön „Unser Alltag ist ihre Kindheit“. Fotografiert eure Kinder doch beim Eis essen, beim Spielen mit der Eisenbahn oder beim abendlichen Zubettgehen. Eure Stories müssen also nicht immer lang sein und was Besonders erzählen. Kleine Geschichten des Alltags schaut man sich später im Kinderalbum sicher genauso gern an, wenn nicht sogar noch ein wenig lieber.

Nutzt diese kleinen Momente außerdem, um euch mit der Kamera ein wenig auszuprobieren. Wechselt ruhig die Perspektiven und die Schärfe. Seid auch mal mutig bei der Bildgestaltung: Schneidet Köpfe großzügig ab oder spielt mit Farben im Hintergrund. Versucht während des Fotografierens so wenig wie möglich ins Geschehen einzugreifen. Lasst eure Kinder die Story erzählen und begleitet sie lediglich mit der Kamera dabei. Und achtet immer auf die Momente vor und nach dem eigentlichen Schnappschuss.

Und zum Schluss noch einmal alle Punkte zum Storytelling für euch zusammengefasst:
Location: Wo findet die Story statt?
Portrait: Wer steht im Mittelpunkt der Story?
Action: Was passiert?
Emotion: Was soll der Betrachter fühlen?
Details: Welche kleinen Details vervollständigen die Story?

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1 Kommentar

  • Reply
    Steffi
    12. Februar 2017 at 11:47

    Danke für den hervorragenden Artikel!

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