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Warum ihr ein 365er Fotografie-Projekt machen solltet! Mit 14 Tipps für eure Umsetzung

365er Fotografie Projekt

Mit unseren Fotos wollen wir die Kindheit unserer Kids festhalten und Erinnerungen schaffen. Wir wollen die Geschichten unseres Alltags erzählen. Doch viele Mamas unter euch haben das Problem, dass zum Fotografieren immer wieder die Zeit und die Motivation fehlen. Habt ihr schon einmal daran gedacht, ein Jahr lang jeden Tag ein Foto zu machen? Klingt im ersten Moment total widersprüchlich. Doch wenn ihr jeden Tag nur für ein paar Minuten die Kamera in die Hand nehmt, werdet ihr euer fotografisches Können und technisches Verständnis schon enorm verbessern. Zudem fordert so ein 365er Fotografie-Projekt die eigene Kreativität. Und eure Kinder werden sich später über die Fotos freuen.

Klar ist solch ein einjähriges Fotografie-Projekt eine riesige Herausforderung. Man braucht jeden Tag neue Ideen und genug Kraft, diese auch umzusetzen. Vielleicht hat man nach einiger Zeit auch einen Hänger und denkt ans Aufgeben. Doch das Durchhalten lohnt so sehr.

Ich kann so ein Projekt aus eigener Erfahrung jedenfalls nur empfehlen. Monat für Monat zu merken, wie man sich verbessert und nach 365 Tagen die Sammlung an Bildern zu betrachten ist ein unglaubliches Gefühl und erfüllt jeden Fotografen mit Stolz. Außerdem habt ihr durch das Fotografie-Projekt nicht nur Fotos von großen Anlässen wie Geburtstage, den Urlaub oder das Weihnachtsfest. Ihr habt nun viele kleine Ausschnitte von eurem Alltag. Vom Baden, Essen, Basteln, Kuscheln und Spielen. Und gerade diese kleinen Momente sind besonders schön.365er Fotografie Projekt

Ich selbst habe am 1. Geburtstag meiner Tochter mit dem Projekt angefangen. Dann habe ich ein Jahr lang jeden Tag ein Foto von ihr gemacht. Mal alleine und mal mit lieben Menschen. Mal ohne Gesicht, dafür mit dem momentanen Lieblingsspielzeug. Mal früh morgens verpennt im Schlafanzug, mal im schicken Kleidchen bei einer Hochzeit. Am 2. Geburtstag hatte ich 365 tolle Erinnerungen an dieses aufregende Lebensjahr meiner Tochter, in dem sie laufen gelernt hat, mit dem Sprechen begann, erste Freunde gewann und täglich ein Stück größer geworden ist.

Damit das Projekt bestmöglich gelingt und nebenbei auch noch Spaß bringt, habe ich aus meiner eigenen Erfahrungen folgende 14 Tipps für euch:

  1. Du machst die Regeln.
    Die Grundidee ist klar. Du machst jeden Tag ein Foto. Doch „Was“, „Wann“, „Wo“ und „Wie“ bestimmst du allein. Ebenso mit welcher Ausrüstung du fotografierst. Vielleicht nutzt du das Projekt, um deine Spiegelreflexkamera besser kennenzulernen. Vielleicht willst du dich aber auch minimieren und nutzt daher nur dein Smartphone. Alles ist erlaubt. Du bist der Chef.
  2. Deine Fotos müssen nicht perfekt sein.
    Es ist quasi unmöglich jeden Tag ein perfektes Foto zu machen. Das musst du auch nicht. Du wirst aber im Laufe des Jahres feststellen, dass sich deine Bilder verbessern. Dass du dich verbesserst.
  3. Mach ein Sicherheitsfoto.
    Versuche gleich morgens dein Foto zu machen. Dann ist der Druck erstmal raus. Wenn du dann im Laufe des Tages ein schöneres Bild machst – umso besser.
  4. Sammle deine Bilder an einem Ort und teile deine Ergebnisse.
    Zeige anderen deine Fotos. Suche dir eine Plattform, wo du täglich dein Bild des Tages hochlädst. Das kann flickr, Pinterest oder Instagram sein. Tausche dich aus und lass dich motivieren. Im einfachsten Fall lädst du deine Fotos privat bei Dropbox hoch und sendest den Link deinen Eltern, die sich dann täglich an den Bildern der Enkel erfreuen können.
  5. Binde das Fotografie-Projekt in deinen Alltag ein.
    Versuche einen Rhythmus zu finden und das Fotografieren in deinen Tagesablauf einzubauen. Routine ist hier wohl das Zauberwort. Wenn man etwas 30 Tage am Stück macht, wird es zur Gewohnheit. Genieße diese 5 Minuten des Fotografierens am Tag als deine persönliche Auszeit vom turbulenten Alltag.
  6. Geh nie ohne Kamera aus dem Haus!
    Nur so kannst du Fotos machen. Also egal, ob ihr nur ein paar Freunde besucht, auf dem Spielplatz tobt oder einen Ausflug in die Berge macht. Schraub ein lichtstarkes Allround-Objektiv an deine Kamera und stecke sie ein.
  7. Bild vergessen. Kein Problem!
    Es ist keine Katastrophe, wenn du einmal kein Bild gemacht hast. Es wird wohl passieren. Hole es schnell nach und versuche es am nächsten Tag besser zu machen. Du musst es ja keinem erzählen.
  8. Schau dir andere Fotografie-Projekte an.
    Lass dich stets inspirieren und motivieren. Google doch mal nach 365er Projekte von anderen Müttern. Abonniere bei Instagram, Pinterest und Facebook andere Mütter, Fotografen und Blogger. So wirst du automatisch in deinen Timelines der verschiedenen Social Media Kanäle inspirierende Fotos sehen, die dich zu eigenen Fotos anregen.
  9. Leg dir eine konkrete Ideensammlung an.
    Nutze Pinterest um dir eine Pinnwand mit Ideen anzulegen. Denn es wird immer wieder Tage geben, wo du keine eigene Idee für ein Foto hast. Dann kannst du auf deine Pinnwand schauen und dich inspirieren lassen.
  10. Such dir kleine Themen.
    Du musst ja kein Jahresthema haben. Doch du kannst ja einigen Tagen ein Thema geben. Zum Beispiel machst du sonntags immer Selbstportraits mit deinen Kids oder mittwochs immer Makro-Aufnahmen.
  11. Ein Blick zurück lohnt sich.
    Schau dir regelmäßig deine Ergebnisse an. Es ist immer wieder schön, all die Bilder auf einen Haufen zu sehen. Du wirst außerdem sehen, dass du eine bessere Fotografin geworden bist und stolz auf dich sein. Das wird dich motivieren weiter zu machen.
  12. Gib deinen Bildern Namen und mach dir Notizen.
    Einige Fotografen geben den Bildern Namen und schreiben diese dezent in das Bild oder betiteln das Bild so. Beispiele wären Freundschaft, Chaos, Neugier oder Stille. Wenn du es schaffst, kannst du auch gern ein paar persönliche Zeilen für deine Kids zum Bild aufschreiben. Dann wird das Fotografie-Projekt noch persönlicher.
  13. Am Ende: Mach was aus den Bildern.
    Leg dir ein schönes Album an. Druck alle Bilder als Collage auf eine Leinwand. Was auch immer. Sei stolz auf dein Ergebnis und bewahre es dir.
  14. Starte noch heute!
    Du musst nicht bis Silvester warten, um am 1.1. eines Jahres anfangen zu können. Du kannst jederzeit anfangen. Am 1. Geburtstag deiner Tochter. Am 1. Schultag deines Sohnes. Oder einfach HEUTE. Los geht’s!

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Wenn ihr euch nun gut vorstellen könnt ein 365er Fotografie-Projekt zu starten, aber ihr noch Bedenken habt – schreibt einfach unten ein Kommentar oder schickt mir eine Mail an carolin(at)klick-kind.de. Gern teile ich weitere Erfahrungen zum Projekt, beantworte Fragen oder mache euch Mut.

Eure Carolin

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