1 In Foto-Tipps

10 Gründe für eine Geburtsreportage. Ein Gastartikel von Geburtsfotografin Josephine Neubert

Geburtsfotografie Gründe von Josephine Neubert

Geburtsfotografie – egal ob im Kreißsaal des Krankenhauses oder daheim bei einer Hausgeburt – klingt für die meisten werdenden Mütter sehr befremdlich. In den USA und Australien erfreut sich die Geburtsfotografie schon großer Beliebtheit und auch in Deutschland entscheiden sich immer mehr Elternpaare dafür, die Geburt ihres Kindes von einer professionellen Geburtsfotografin begleiten zu lassen. So entstehen ästhetische, emotionale und einzigartige Fotos eines der bedeutsamsten Ereignisse, die man sich als Eltern vorstellen kann. Die Berliner Familien- und Geburtsfotografin Josephine Neubert kennt zehn gute Gründe, wieso ihr euch für eine fotografische Geburtsbegleitung entscheiden solltet:

Geburtsfotografie Jospehine Neubert

1. Die Erinnerungen an die kleinen und großen Momente werden für immer festgehalten.

Wenn man nach der Geburt sein Baby zum ersten Mal im Arm hält, dann ist das zweifelsohne ein Moment, der sich auf ewig in das Gedächtnis einprägt. Aber auch wenn man es sich in diesem Augenblick nicht vorstellen kann, werden die Erinnerungen verblassen und einige sogar vergessen. Ganz besonders während und kurz nach der Geburt werdet ihr von so vielen Sinneseindrücken, Emotionen und Hormonen überschwemmt, dass es nur normal ist, nicht jedes Detail für immer abspeichern zu können. Genau da kommt eure Geburtsfotografin ins Spiel: Die Fotos eurer Geburtsreportage werden euch noch viele Jahre nach der Geburt dabei helfen, euch an alles zu erinnern: Die Details des Geburtsortes, der Moment, wenn sich eure Blicke zum ersten Mal treffen, die schrumpeligen Mini-Füßchen eures Babys, die Freudentränen eures Partners…

Geburtsfotografie Jospehine Neubert

2. Es werden Augenblicke festgehalten, die euch selbst während der Geburt entgehen.

Es ist richtig und wichtig, dass ihr euch während der Geburt nur auf euch fokussiert. Ganz besonders die Frau beginnt im Laufe der Geburt vieles um sich herum auszublenden. Die fotografische Geburtsbegleitung gibt euch die Möglichkeit, im Anschluss all die Momente zu sehen, die euch vermutlich während der Geburt entgangen sind. Zum Beispiel die Unterstützung des werdenden Vaters, der liebevoll die Hand seiner Frau hält, während er konzentriert gemeinsam mit ihr die Wehen veratmet. Die ersten Sonnenstrahlen des (Geburts-)Tages, die durch das Fenster scheinen oder auch einfach nur der zeitliche Ablauf. Dabei sind es nicht nur die offensichtlichen Momente, die es wert sind, konserviert zu werden. Es geht Geburtsfotografen nicht nur um das, WAS passiert, sondern auch darum, WIE es sich anfühlt.

Geburtsfotografie Jospehine Neubert

3. Eure Babys verändern sich schnell. Sehr schnell!

Ein von der Anstrengung der Geburt zerknautschtes Gesichtchen, Haare auf den Ohrenspitzen oder dunkelbraunes, dichtes Haupthaar… Bereits kurze Zeit später wird euer Baby schon wieder ganz anders aussehen! Die Augen blicken dann neugierig durch die Gegend, die Haut schält sich, die Ohren sind härchenfrei und auf dem Kopf weicht die dunkle Neugeborenen-Haarpracht blonden Löckchen… Dank der Geburtsfotos könnt ihr auch die flüchtige, aber zuckersüße Neugeborenen-Optik in Erinnerung behalten.

Geburtsfotografie Josephine Neubert

4. Ihr bekommt schöne, ästhetische Fotos trotz schwierigster Bedingungen.

Geburten finden meist unter schwierigen Lichtbedingungen statt. Die Geburt beginnt häufig in den Abendstunden oder in der Nacht, das Licht ist meist gedimmt oder in Kliniken auch gerne mal grell. Davon abgesehen muss man für gute Geburtsfotos einen Blick für die richtigen Momente haben sowie in der emotionalen und körperlichen Ausnahmesituation ein ruhiges Händchen und einen kühlen Kopf bewahren. Zudem sollen die Geburtsfotos am Ende nicht nur bloße, ungeschönte Dokumentation sein, sondern Momente und Gefühle ästhetisch und kreativ transportieren. Diese Voraussetzungen kann nur eine erfahrene Geburtsfotografin mit professioneller Ausrüstung erfüllen. Eure Geburtsgeschichte hat mehr verdient, als mit verwackelten Handyfotos, die im Handyspeicher untergehen, erzählt zu werden.

Geburtsfotografie Josephine Neubert

5. Ihr selbst könnt euch auf das Wesentliche konzentrieren.

Wenn ihr Gewissheit habt, dass sich jemand um Eure Geburtsfotos kümmert, dann könnt ihr euch in dieser Hinsicht entspannen. Lasst euer Handy oder eure Digitalkamera in der Tasche, fokussiert euch ganz auf das Hier und Jetzt und erlebt stattdessen den Moment mit allen Sinnen.

Geburtsfotografie von Josephine Neubert in Berlin

6. Ihr seht, was ihr geleistet habt.

Die Fotos eurer Geburtsreportage werden vermutlich die ehrlichsten sein, die ihr von euch je gesehen habt. Sie sind ungestellt, es gibt weder eine schmeichelnde Ausleuchtung wie im Fotostudio noch eine anschließende Beautyretusche mit Photoshop. Und trotzdem können das eure schönsten Fotos sein! Denn sie zeigen euch so, wir ihr seid und wie ihr euch fühlt. Und was ganz besonders wichtig ist: Sie zeigen den Frauen, was ihr Körper geleistet hat! Sie zeigen, was es bedeutet, Geburtsarbeit zu leisten, wie urgewaltig das Gebären ist, wie schön und wie positiv Schmerz sein können, wie viel Kraft zu leisten sie im Stande sind und welches Wunder sie vollbringen. Die Fotos geben Frauen die Chance, einen neuen Blickwinkel auf ihr Selbst erlangen und sich mit eventuellen vermeintlichen Problemzonen oder Veränderungen ihres Körpers zu versöhnen.

Geburtsfotografie Jospehine Neubert

7. Ihr habt mit Eurer Geburtsfotografin eine weitere Vertrauensperson gefunden.

Eure Geburtsfotografin wird euch einfühlsam und professionell begleiten. Das bedeutet meist, dass sie im Hintergrund arbeitet und ihr sie während der Geburt kaum bemerken werdet. Durch persönliche Vorgespräche, das gemeinsame Warten auf den Beginn und schließlich auch durch das gemeinsame Erleben der Geburt, ist sie jedoch emotional mit euch und eurer Geschichte verbunden. Trotz der für das professionelle Fotografieren notwendigen Distanz wird Sie gemeinsam mit euch fühlen, nur so entstehen am Ende auch emotionale Fotos. Oft tut es den Frauen auch gut, noch eine weitere Begleitperson an ihrer Seite zu haben. Nicht selten werden auch die Fotografinnen mit eingebunden, sprechen den Frauen positiv zu, halten Händchen, reichen ein Schluck Wasser oder assistieren der Hebamme in hektischen Situationen. Natürlich alles immer nur so viel, wie es vom Elternpaar signalisiert wird. Und nach der Entbindung? Die Tatsache, gemeinsam eine Geburt erlebt zu haben, verbindet. Es kann sogar gut sein, dass ihr danach eine Freundin dazu gewonnen habt.

Geburtsfotografie Jospehine Neubert

8. Eine Geburtsreportage ist ein Zeitdokument, das Generationen überstehen kann.

Stellt euch vor, ihr könntet die Geburtsfotos eurer Urgroßmutter sehen. Wäre das nicht abgefahren? Die Fotos erzählen nicht nur eine persönliche Geschichte, sie sind auch ein Dokument der Gegenwart, quasi emotionale Zeitkapseln, die in der Familie für Generationen weitergegeben werden können.

Geburtsfotografie Josephine Neubert

9. Ihr könnt die schönsten Momente Eures Lebens mit Euren Liebsten teilen.

Bei Hochzeiten sind Fotoreportagen für viele Paare längst selbstverständlich, stolz werden noch Jahre später die Fotoalben herausgeholt und mit Freunden und der Familie in Erinnerungen geschwelgt. Wieso muss das bei Geburtsfotos anders sein? Sicher, vielleicht nicht alle Fotos, die während einer Geburt entstehen, sind Schwiegereltern-geeignet.  Aber es besteht die Möglichkeit, zumindest ausgewählte Fotos mit den Liebsten zu teilen, denen man sehr nahesteht. Der Wunsch, diese außergewöhnlichen Bilder der einprägsamsten Momente des Lebens mit ihnen zu teilen, ist durchaus nachvollziehbar. Das gilt übrigens auch für die älteren Geschwister, wenn ein neues Baby unterwegs ist. Die Fotos können helfen, sie auf die Ankunft des neuen Familienmitgliedes vorzubereiten und ihnen die Themen Schwangerschaft und Geburt nahezubringen.

Geburtsfotografie Josephine Neubert

10. Ihr könnt anderen Familien helfen.

Das Thema “Geburt” ist in unserer Gesellschaft unter anderem von Ängsten und Unwissenheit geprägt. Geburtsfotos, die eure Fotografin mit eurem Einverständnis zeigen darf, oder die ihr mit euren Liebsten teilt, helfen, ein neues Licht auf Geburten zu werfen. Sie leisten Aufklärungsarbeit! Je mehr Geburten nur hinter den verschlossenen Türen von Kliniken stattfinden, desto fremder fühlt es sich für Frauen an. Ihr könnt einen Teil dazu beitragen, anderen Frauen zu zeigen, wie schön eine Geburt sein kann, was für wundervolle Dinge ihr Körper leisten kann und vor allem, wie natürlich es ist, zu gebären. Teilt eure Freude!

Geburtsfotografie Josephine Neubert

 

Ich bin fasziniert von der Physiologie, den Emotionen und der bemerkenswerten Tragweite, die so eine Geburt – selbst in den vermeintlich kleinen und stillen Momenten – mit sich bringt. Zudem ist die Geburtsreportage für mich aus künstlerischer Sicht die erfüllendste aller Arbeiten. Als ich meine erste Geburt fotografisch begleiten durfte, war ich von der Natur, der Liebe, der Schönheit und der Kraft der Frau so überwältigt und emotional so verbunden, dass mich dieses Erlebnis nachhaltig verändert hat. Ich hoffe, dass ich mit meiner Geburtsfotografie nicht nur wertvolle Momente festhalten kann, sondern auch meinen persönlichen und bewundernden Blickwinkel auf das Thema Geburt mit anderen Menschen teilen kann.

 

 

Eure
Josephine Neubert


Website: www.josephine-neubert.de
Facebook: www.facebook.com/josephineneubertfotografie
Instagram: www.instagram.com/josephine_neubert_fotografie

Familienfotografin und Geburtsfotografin Josephine NeubertAls Familien- und Geburtsfotografin lebt und arbeitet Josephine Neubert in Berlin. Dabei konzentriert sich Josephine auf die Themen Schwangerschaft, Familie und Geburt. Wie wertvoll emotionale und authentische Familienfotos sein können, hat Josephine vor allem nach der Geburt ihres eigenen Kindes verstanden. Nun hilft sie anderen Familien dabei diese Erinnerungen in ehrlichen und gefühlvollen Fotos festzuhalten. Dabei liegen ihr Geburtsreportagen besonders am Herzen: Die ersten gemeinsamen Momente als Familie zu dokumentieren – ungestellt und authentisch.

Fotos: Josephine Neubert Fotografie

 

 

You Might Also Like

1 Kommentar

  • Reply
    Antje
    26. Januar 2018 at 23:20

    Ein toller Artikel und wunderschöne Bilder! ❤
    Nun muss ich wohl doch noch ein Kind bekommen… 🤔😅

  • Schreibe eine Antwort